Gewalt unter Jugendlichen – Wege der Prävention

Statistiken des Bundesinnenministeriums dokumentieren, dass Gewalt unter Jugendlichen rückläufig ist. Mit der Auftaktveranstaltung zur Reihe „Schule, aber sicher“ leistete die Freie Christliche Gesamtschule Düsseldorf am 30.10.2019 einen Beitrag, diesen erfreulichen Trend weiter zu forcieren. Aber was kann Schule präventiv gegen Gewalt unternehmen?

Unter dem Titel „Gewalt unter Jugendlichen – Wege der Prävention“ diskutierten der leitenden Kriminaldirektor und Referatsleiter im Innenministerium NRW Herr Unkrig mit wichtigen Akteuren der Bildungslandschaft. Besonders positiv nahm das Publikum die Beiträge des Schülersprechers der Freie Christliche Gesamtschule Düsseldorf auf. Eindrucksvoll und praxisnah beleuchte Ilyas Trevlas Gewaltprävention aus Perspektive von Schülerinnen und Schülern. Vor allem betonte er, wie wichtig es sei, dass sich Jugendliche ernst genommen, angenommen und wertgeschätzt fühlen. An einem Ort, wo man einander achtet, hat es Gewalt schwerer. Dem stimmten die Vertretungen der Initiativen „Elternverein NRW e.V.“, „Landeselternschaft NRW“, „Eltern für eine gute Schule“ und „wertevoll wachsen“ zu. Sie brachten unter anderem die besondere Verantwortung der Elternhäuser in die Diskussion mit ein, die übrigens durch die Referatsleitung Prävention des Ministeriums für Schule und Bildung NRW konzentriert verfolgt wurde. Die Perspektive des Systems Schule auf dieses wichtige Thema illustrierte die Schulleitung der Freie Christliche Gesamtschule Düsseldorf Herr Dr. Braune.

Dass die letzten Gäste erst kurz vor 22:00 Uhr und damit drei Stunden nach Veranstaltungsbeginn die Veranstaltung verließen, unterstreicht, wie rege und intensiv der Austausch erfolgte und wie relevant das Thema– trotz rückläufiger Gewaltdelikte – bleibt.

Dr. Holger Braune